Ein Muskatkürbis für die Liebe

Ein neues Zimmer in einer neuen Stadt. Annalena richtete sich ein und geht als erstes Einkaufen.

Lisa hasst Kürbissuppe. Aber ihre neue Mitbewohnerin mit den blauen Augen gefällt ihr ausgezeichnet.

Finden Annalena und Lisa ein Kürbisrezept, dass sie beide mögen, oder scheitert ihre Beziehung an dem grünen Gemüse?

Inhaltsverzeichnis

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Ein Muskatkürbis für die Liebe
Ein Muskatkürbis für die Liebe

Klappentext

Ein neues Zimmer in einer neuen Stadt. Annalena richtete sich ein und geht als erstes Einkaufen. Plant sie. Ein Unfall führt sie zu einer neuen unerwarteten Bekanntschaft.

Lisa hasst Kürbissuppe. Aber ihre neue Mitbewohnerin mit den blauen Augen gefällt ihr ausgezeichnet. Nur das diese ausgerechnet einen Muskatkürbis eingekauft hat und sie zum Kürbis essen einlädt.

Über Geschmack lässt sich streiten. Doch die Liebe kümmert das nicht. Finden Annalena und Lisa ein Kürbisrezept, dass sie beide mögen, oder scheitert ihre Beziehung an dem grünen Gemüse?

Eine lesbisch-romantische Kurzgeschichte im Herbst.

Leseprobe

Groß, dunkelgrün und mit dicken Rundungen stand der Muskatkürbis vor dem Hofladen in der grünen Mehrwegplastikkiste. Einer unter vielen. Hätte man meinen sollen. Aber für Annalena stach dieser Muskatkürbis heraus.

»Viel zu groß für mich alleine«, murmelte Annalena und wollte gerade daran vorbeigehen und die Türe zum Hofladen aufdrücken.

Ihr Blick hing noch an den dicken Rundungen des Kürbis‘ als ihr ein Schwall warmer Luft, der nach frisch gebackenem, warmem Brot duftete ins Gesicht weht. Zusammen mit Abschiedsgrüßen und einem harten Schlag ins Gesicht.

Annalena stolperte rückwärts.

Sie riss die Hände hoch und blitzte die in eine dicke Jacke gehüllte Person vor sich an.

Ihre Schläfe schmerzte und alles um sie herum war irgendwie verschwommen und schief.

Der Schlag war härter gewesen als sie gedacht hatte, überlegte Annalena und fühlte sich, als würde sie sich von außen zuschauen, wie sie in Zeitlupe umkippte. Wenigstens dämpfte ihr Rucksack ihren Sturz und verhinderte, dass sie mit dem Hinterkopf aufschlug.

Irgendwo fluchte jemand.

***

»Mist. Mist. Mist. Dass so etwas auch immer mir passieren muss!«, schimpfte Lisa und raufte sich ihre Haare, die sowieso schon immer in alle Richtungen abstanden, wenn sie sie nicht mit einem Haargummi in einem Zopf bändigte. »Ist sie schlimm verletzt?«

Der Notarzt schüttelte den Kopf und trat von dem provisorischen Lager aus Decken und einer warmen Jacke zurück. Er sah zu ihr hoch.

»Sie wird schon wieder. Vermutlich eher der Schock, als eine schlimme Verletzung«, sagte der Notarzt und packte seine Tasche zusammen. »Wenn sie noch eine Weile hierbleiben und sie dann nach Hause begleiten, wäre das gut.«

Lisa nickte.

Hierbleiben und warten war das Letzte, was sie heute gebrauchen konnte. Aber was sollte sie tun? Sie hatte die andere Kundin schließlich über den Haufen gerannt und ihr dabei die Tasche mit den Äpfeln an den Kopf gehauen.

»Gut. Auf Wiedersehen«, sagte der Notarzt, packte seine Sachen zusammen und ging.

Die Türe zur Hofstube fiel leise ins Schloss. Das Pfeifen des Windes in der großen Kastanie auf dem Hof wurde ausgesperrt. Genauso wie das Lachen der Kinder, die auf dem kleinen Spielplatz darunter schaukelten und Kastanien sammelten. So wie sie das selbst hier als Kind schon getan hatte.

Lisa seufzte.

Sie strich sich ihre Locken aus dem Gesicht und band sich ihren Pferdeschwanz neu. Dann schaute sie zu ihren Einkaufstaschen, die an der Wand lehnten und darauf warteten nach Hause gebracht zu werden. Die würden dort noch eine Weile stehen und warten. Genauso wie ihr Fahrrad, das draußen im Herbstwind stand.

Langsam schaute Lisa zu der Frau hinüber die auf den hastig zusammengetragenen Decken lag, nachdem sie umgekippt war.

Die Leute aus dem Laden hatten ihr schon einen Kühlpack für ihre Stirn gegeben und der Notarzt hatte es dabei belassen. Keine offenen Wunden, nur der Schock und vermutlich Kopfschmerzen. Die konnte man mit Schmerzmitteln behandeln. Eine Packung stand sogar schon auf dem Tisch, der beiseite gerückt worden war. Zusammen mit einer Flasche Wasser und einem Glas.

Die Frau erwiderte Lisas Blick aus blauen Augen.

Schnell schaute Lisa wieder weg.

Blaue Augen waren immer schon ihr Verhängnis gewesen. Irgendwie verliebte sie sich einfach immer in Menschen mit blauen Augen. Sie musste hier raus. Oder wenigstens ihre eigene Jacke ausziehen, bevor ihr endgültig zu warm wurde.

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