Isolation auf dem Flug zum Mars. Eine ausgefallene Maschine und die Aussicht auf zu wenige Essensrationen für die gesamte Restflugzeit.
Eine Science Fiction Geschichte auf dem Flug von der Erde zum Mars.
Inhaltsverzeichnis
Cover

Klappentext
Abelone fliegt zum Mars. Mit an Bord des Raumschiffes: Eine abenteuerlustige Crew, eine künstliche Schwerkraft-Maschine und empfindliche Experimente, die auf ihr Funktionieren angewiesen sind. Insbesondere Abelones Lieblingsexperiment: die jungen Salatpflanzen.
Achtzig Prozent Verfügbarkeit klingt gut. Bis die künstliche Schwerkraft-Maschine immer häufiger ausfällt. Die Kommandostation auf der Erde befiehlt, ohne künstliche Schwerkraft zu fliegen.
Entgegen der Befehle will die Crew einen Reparaturversuch wagen. Ohne künstliche Schwerkraft müssen alle mehr Sport machen. Das verbraucht mehr Energie und plündert die knapp kalkulierten Essensrationen.
Abelone sieht sich einer Meuterei der anderen Crew-Mitglieder gegenüber. Sie muss sich entscheiden: Gehorsam oder Überleben?
Fantastische Science Fiction Geschichte zwischen Erde und Mars mit einer Crew in Isolation.
Leseprobe
Die Schwerkraft funktionierte zuverlässig auf dem Flug von der Erde zum Mars.
Zumindest dann, wenn man wusste, dass die Zuverlässigkeit mit achtzig Prozent definiert war.
Eine Tatsache, die Abelone mehr als bewusst war. Immerhin lebte sie seit einem halben Jahr damit. Oder schwebte damit. Je nachdem.
An einem vierundzwanzig Stunden langen Tag fiel für knapp fünf Stunden die Schwerkraft aus.
Unsteuerbar.
Unplanbar.
Das Einzige, was an den Ausfällen der Schwerkraft an Bord ihres Raumschiffes, wenn man die enge Blechbüchse denn so nennen wollte, zuverlässig war, war, dass sie täglich auftraten.
Abelone wollte gar nicht daran denken, wie es wäre, wenn die Schwerkraft ein paar Tage funktionierte, nur um dann einen gesamten Tag auszufallen
Alleine bei dem Gedanken überlief es Abelone kalt.
Unzählige Versuche, die sie auf ihrem Weg zum Mars durchführten, brauchten diese künstliche Schwerkraft, wenigstens für die Mehrheit des Tages. Wenn die Schwerkraft zu lange am Stück ausfiel, würden sie diese Versuche von vorne beginnen müssen. Oder überhaupt nicht mehr durchführen können. Für diese Versuche war die künstliche Schwerkraft-Maschine in dem Raumschiff eingebaut worden.
Natürlich wusste Abelone, dass achtzig Prozent Zuverlässigkeit auf dem Papier, kombiniert, mit fünfzig Prozent der Zeit ist Schwerkraft für die Experimente gegeben, perfekt aussah. Es gab sogar noch einen breiten Sicherheitsrahmen zwischen den beiden Prozentzahlen. Das Management dieses kommerziellen Forschungsfluges hatte auf dem Papier ein erfolgversprechendes Vorhaben gestartet.
Leider hatte keiner von diesen Managern eine Ahnung davon, was diese Zahlen in der Realität für die Experimente bedeuteten.
Oder für die Astronautinnen und Astronauten der Crew, die an Bord waren.
Abelone bemühte sich das kalte Schaudern zu unterdrücken, als sie auf die Uhr sah. Die Schwerkraft war gerade erst ausgefallen. Noch bestand kein Grund zur Panik.
Besser, sie konzentrierte sich auf ihre Aufgaben. Schließlich steckte sie, zusammen mit fünf weiteren Crewmitgliedern in dieser engen, sehr teuren Blechbüchse, die sich Raumschiff nannte, und hatte auf der Reise zum Mars einiges an Arbeit zu erledigen. Zeit zum Trödeln war nicht eingeplant. Der Arbeit war es egal, ob künstliche Schwerkraft herrschte oder nicht.
Abelone strich sich ihre blonden, langen Haare aus dem Gesicht hinters Ohr und suchte mit der anderen Hand, in den vielen Taschen ihrer Hose, nach einem Haargummi.
Dabei schaute sie zwischen den schwebenden Haarsträhnen hindurch auf die winzigen grünen Blätter im Versuch vor ihr.
Täuschte sie sich, oder war das Grün heute fahler als gestern?
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Eine Antwort auf „Achtzig Prozent Verfügbarkeit“
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